Herzbeschwerden - muss ich gleich zur Katheteruntersuchung ?
   
Stechende, dumpfe Schmerzen hinter dem Brustbein, die in den linken Arm ziehen, Atemnot, Schweißausbruch – bei solcherlei Beschwerden sollten Sie ohne frage unverzüglich das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen bzw. den Notarzt unter Telefon 112 anrufen, denn hier kann ein Herzinfarkt vorliegen.

Aber auch vielen von Ihnen, die herzkrank sind und keinen Infarkt haben, kommen diese Beschwerden bekannt vor.

Die koronare Herzerkrankung (KHK) macht sich durch ähnliche Symptome bemerkbar; belastungsabhängiger Brustschmerz, Atemnot, Leistungsminderung etc.

Zur Abklärung, ob behandlungsbedürftige Verengungen der Herzkranzgefäße vorliegen, ist nicht unbedingt gleich ein Herzkatheter nötig. Es gibt eine weniger invasive Diagnosemöglichkeit, die auch bei Kontrastmittel-Unverträglichkeit durchgeführt werden kann: Die Myocardszintigraphie.

Hierbei sollten Sie 2 Tage vor der Untersuchung Beta-Blocker, 1 Tag vor der Untersuchung ACE-Hemmer und andere den Blutdruck senkende Medikamente in Rücksprache mit Ihrem überweisenden Arzt absetzen, aber zur Untersuchung mitbringen.
Auch sollten Sie nur ein leichtes Frühstück ( z.B. ½ Käsebrötchen) zu sich nehmen.
Koffeinhaltige Getränke sowie Schokolade sollten Sie aber bis 2 Tage vor der Untersuchung und am Untersuchungstag selber unbedingt meiden.

Wir werden dann bei Ihnen ein Ruhe-EKG anfertigen, um uns über den Zustand Ihres Herzens zu informieren, weiterhin werden wir Sie gründlich nach Vorerkrankungen befragen.

Dann, unter EKG-Überwachung, dürfen Sie zeigen, was in Ihnen steckt: Sie werden auf dem Fahrradergometer in Stufen aufwärts belastet, bis Ihre Ziel-Herzfrequenz erreicht ist, die sich nach Alter, Geschlecht, Gewicht und Vorerkrankungen berechnet.

Im Anschluss an die Belastung spritzen wir Ihnen ein spezifisches Medikament, welches sich innerhalb der nächsten Stunde in Ihrem Herzen anreichert

Nach dieser Stunde werden dann mit der Gamma-Kamera Aufnahmen aus allen Projektionen Ihres Herzens angefertigt.

Manchmal ist es nötig, diese Untersuchung im Ruhezustand eine Woche später noch einmal zu wiederholen, doch keine Sorge: Sollten Sie wirklich zur Ruhe-Myocard-Untersuchung bestellt werden, heißt es noch nicht, dass Sie zwingend herzkrank sind.

Bei vollschlanken Patienten oder gerade auch bei Frauen täuschen die Brust oder der Bauch manchmal etwas vor, was sich dann in der ergänzenden Ruheuntersuchung ausschließen lässt.

Bei dieser Untersuchung kann sogar die Pumpfunktion Ihres Herzens bestimmt werden. D.h. wir können die Auswurffraktion (EF) des Herzens mit einer Genauigkeit von 3 % bestimmen. Die normale Pumpfunktion des Herzens beträgt bei einem gesunden Erwachsenen > 40%. Bei einer angenommenen EF von 50% ermitteln wir untersucherunabhängig Werte zwischen 48,8 und 51,5%. Zusätzlich können wir sehen, ob alle Bereiche des linken Ventrikels richtig arbeiten oder ob z.B. eine Vernarbung vorliegt.

All dies können Sie natürlich auch mit einer Herzkatheteruntersuchung erreichen, doch bedenken Sie die Begleitumstände: Punktion der Leistenarterie, damit verbunden eine vierundzwanzigstündige Bettruhe, ein Leistendruckverband mit Sandsack, hohe Kontrastmittelmengen und einiges mehr.

Um also „nur mal zu schauen“, ob Ihr Herz gesund ist, reicht eine Myocard-Szintigraphie völlig aus.

Schließlich bauen Sie ja auch nicht den Motor Ihres Autos aus, nur um Öl in den Motor zu füllen.

Erst wenn bei der Myocard-Szintigraphie z.B. eine Engstelle eines Herzkranzgefässes festgestellt wird, ist die Katheteruntersuchung sinnvoll, da hierbei die Engstelle mittels eines Ballons aufgedehnt und das Gefäß mit Hilfe eines Stents (einer Gefäßprothese) offen gehalten werden kann.

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft soll also immer die Methode gewählt werden, die am aussagekräftigsten ist und den Patienten am wenigsten belastet.

So ist zur Diagnosefeststellung einer Herzerkrankung die Myocardszintigraphie indiziert, da sie den Herzkatheter ersparen kann.

Zur Therapie ist ein Herzkatheter die bessere Wahl, wenn möglich, denn der Herzkatheter erspart unter bestimmten Umständen die Herz-Operation.



    Schilddrüse
    Leiden Sie an:
    Gewichtsverlust Gewichtzunahme
    Appetitzunahme Appetitlosigkeit
    Wärmeempfindlichkeit Kälteempfindlichkeit
    Vermehrtem Schwitzen trockene Haut
    Nervosität nachlassende Leistungsfähigkeit
    Zittern Müdigkeit
    Erhöhtem oder unregelmässigem Puls wechselndem Puls
    Durchfällen Verstopfung
    Vermehrtem Wasserlassen Wassereinlagerungen
    Beschwerden im Halsbereich (Kloß-, Druckgefühl, Schmerzen?)
       
  Dann könnte bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion vorliegen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt darüber, er wird die notwendigen Untersuchungen veranlassen.


    Akupunktur
   
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