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Nuklearmedizin |
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Nuklearmedizin ist die Anwendung
offener radioaktiver Isotope in der Klinik und in der Forschung
in vivo und in vitro zur Diagnose und Therapie“ |
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Offene
radioaktive Isotope |
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Radioaktive Flüssigkeiten oder Substanzen, die
in den Stoffwechsel des Körpers eingehen |
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in
vivo |
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bei der Anwendung am Menschen |
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Radioaktive
Nuklide |
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Atome, die spontan Teilchen
(Alpha-, Beta-Teilchen oder Positronen) oder Gamma-Strahlung aus
dem Atomkern oder Röntgenstrahlung aus der Hülle abstrahlen.
Häufige Nuklide, die in der Nuklearmedizin verwendet werden,
sind u.a. Tc-99m, Tl-201, J-123, J-125, F-18 für die Diagnostik,
J-131, Y-90, Rh-186, Er-169 für die Therapie |
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Radiopharmazeutika |
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Für die Untersuchungen
werden die Nuklide entweder allein oder in einer chemischen Verbindung
(häufig in Komplex-Verbindungen) verabreicht, um damit den
entsprechenden Stoffwechselvorgang zu untersuchen oder eine krankhafte
Störung zu behandeln. Diese Substanzen nennt man Radiopharmazeutika
oder Radiopharmaka. |
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Tracerprinzip |
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Durch Zugabe sehr geringer Mengen
einer radioaktiv markierten Verbindung kann deren Stoffwechsel
durch Messung der austretenden Strahlung von außen beobachtet
werden. Wegen der subphysiologischen Konzentration dieser Substanzen
ist eine pharmakodynamische Wirkung nicht zu erwarten. |
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Biologische
Strahlenwirkung |
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Radioaktive Strahlung kann zur
Störung und Schädigung von Molekülen, auch im Körper,
führen. Bei Schädigungen der Zelle kommt es zur Funktionsstörung
oder Funktionsausfall der Zelle, wobei diese Effekte nicht auf
die Radiologie oder Nuklearmedizin beschränkt sind, sondern
auch durch die natürliche Strahlenbelastung (radioaktive Elemente
des Bodens, Weltraumstrahlung) hervorgerufen werden können.
Der Körper versucht, die Schäden der Zelle zu reparieren.
Es kann aber auch zum Zelltod oder Änderung des genetischen
Materials (Mutationen) kommen. Hierdurch können Organversagen
oder bösartige Tumoren ausgelöst werden, wobei mit zunehmender
Dosis auch das Risiko steigt. |
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Prinzip
der nuklearmedizinischen Diagnostik |
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In der nuklearmedizinischen
Diagnostik wird die Funktion von Organen oder Systemen bildlich
dargestellt. Hierbei wird die zeitliche und räumliche Verteilung
der applizierten Substanz mittels Gamma-Kamera oder PET-Scanner
gemessen und über ein EDV-System aufgezeichnet. |
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Nuklearmedizinische
Therapie |
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Im Rahmen der Radiosynoviorthese
wird eine lokale Therapie entzündlicher Gelenkerkrankungen
durchgeführt.
Darüberhinaus werden radioaktive Stoffe zur Behandlung gut-
und bösartiger Schilddrüsenerkrankungen, aber auch anderer
Tumore eingesetzt, mit kurativem oder palliativem Ansatz. |
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Die
optimale Indikationsstellung |
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Da ein Nuklearmediziner nur
auf Überweisung tätig werden kann, stellt der zuweisende
Haus- oder Facharzt die Indikation zur Untersuchung. Bevor die
Untersuchung durchgeführt werden kann, muss die Indikation
vom Facharzt für Nuklearmedizin oder Radiologie überprüft
werden. |
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